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Showing papers in "Revue Francaise De Sociologie in 2001"


MonographDOI
TL;DR: In this paper, the authors argue that innovation is not a bonne or mauvaise choice, but a “destruction creatrice”, i.e. a ‘destruction artistique’ who detruit l’ancien for creer le nouveau.
Abstract: « L’innovation n’est ni une bonne ni une mauvaise chose, elle est une “destruction creatrice”. Elle detruit l’ancien pour creer le nouveau […]. Cette circonstance de perpetuel changement represente la nouvelle donne du fonctionnement des firmes […]. La nouveaute, pour “prendre”, ne doit pas etre en surplomb par rapport aux pratiques sociales. Elle doit faire l’objet d’une appropriation. Cette idee est majeure pour les sciences sociales comme pour les pratiques gestionnaires. L’innovation represente ainsi une activite collective. » Les entreprises contemporaines se caracterisent en premier lieu par le mouvement, resultat d’un flux permanent d’innovations produisant a la fois engagement et lassitude, remise en ordre et deviance. Cette experience bouleverse les cadres sociaux convenus et amene les acteurs a se mettre a distance de leurs investissements cognitifs et affectifs. En choisissant d’agir ou de se mettre en retrait, ceux-ci deviennent ambivalents. Le sociologue, quant a lui, cherche a comprendre, non plus le fonctionnement des entreprises, mais ce qui leur permet de « tenir » dans ces transformations et contradictions permanentes.

396 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: In this paper, a study of 130 cases of collaborations entre des laboratoires du CNRS and des entreprises permet d'analyser l'encastrement des echanges entre organisations dans les reseaux de relations individuelles.
Abstract: L'etude de 130 cas de collaborations entre des laboratoires du CNRS et des entreprises permet d'analyser l'encastrement des echanges entre organisations dans les reseaux de relations individuelles. Elle montre que si les collaborations sont effectivement souvent initiees par des reseaux de relations individuelles, il existe plusieurs mecanismes, appeles dans ce texte processus de decouplage, permettant aux organisations de s'affranchir de cet encastrement initial, a tel point que les collaborations ne gardent que peu de traces de leurs conditions de creation dans leur contenu et leur deroulement. Par contre, le choix des partenaires et leur localisation sont tributaires de ce moment de genese des echanges, ce qui explique le phenomene bien connu des effets de proximite spatiale.

114 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: In this paper, Verges analyzes der sozialen Vorstellungen durch Fragebogen, i.e., qualitative Untersuchungen with FrageBogen and zahlreichen Auswahlen durchzufuhren.
Abstract: Pierre Verges : Die Analyse der sozialen Vorstellungen durch Fragebogen. Zur Analyse der sozialen Vorstellungen ist eine passende Methodologie notwendig. Das Gesprach ist nicht das einzige Werkzeug des Soziologen ; es ist moglich, qualitative Untersuchungen mit Fragebogen und zahlreichen Auswahlen durchzufuhren. Hier werden einige passende Frageformen zur strukturalen Naherung und den ihnen zugeordneten Behandlungsmethoden vorgeschlagen. Diese Fragebogen suchen nicht nur nach der Meinung der Befragten sondern auch zur Organisation ihrer Vorstellungen. Sie gestatten, die kognitive und soziale Dimension zu berucksichtigen. Die Fragebogen werden mit Beispielen und einer kritischen Analyse ihrer Grenzen vorgestellt.

104 citations



Journal ArticleDOI
TL;DR: In this article, Galland et al. propose a revision in zwei wichtigen Punkten: einerseits ist the '' Jugend », obwohl sie wie von Parsons definiert ein unterschiedlicher Lebensabschnitt ist, keine klar unterscheidbare lebensphase von den ihr vorausgehenden and nachfolgenden Phasen, denn ihre Haupteigenschaft ist cher, einen
Abstract: Olivier Galland : Adoleszenz, Postadoleszenz, Jugend : Ruckblick auf einige Interpretationen. ; ; Adoleszenz, Postadoleszenz, Jugend : diese Begriffe werden oft unterscheidungslos zur Bezeichnung des Lebensabschnitts genommen, der zwischen Kindheit und Erwachsenenalter liegt. Die jeweilige Wortwahl fuhrt jedoch, manchmal implizit, zu unterschiedlichen soziologischen Auslegungen, die dieser Aufsatz zu erklaren sucht. Zur Einleitung dieser Belegung wird ein Artikel von Parsons benutzt, der 1942 eine der ersten soziologischen Analysen der «youth culture » vorschlug, indera er die Adoleszenz als eine Kultur der Verantwortungslosigkeit definierte. Spatere wird bei Auftreten des Themas der « Postadoleszenz » diese Auffassung fortgefuhrt. Spatere Arbeiten schlagen im Gegenteil vor, Adoleszenz und Jugend radikal zu unterscheiden, wobei die Jugend als ein « neues Lebensalter » definiert wird. Ein kritisches Nachlesen dieser letzten These fuhrt jedoch zu eine Revision in zwei wichtigen Punkten : einerseits ist die « Jugend », obwohl sie wie von Parsons definiert ein unterschiedlicher Lebensabschnitt ist, keine klar unterscheidbare Lebensphase von den ihr vorausgehenden und nachfolgenden Phasen, denn ihre Haupteigenschaft ist cher, einen Ubergang zwischen den Phasen herzustellen. Andererseits zeigen die seither durchgefuhrten Arbeiten zu internationalen Vergleichen, dass die kulturellen Voraussetzungen, wie die institutionellen Einrichtungen, die zur Organisation dieser Phase verhelfen, von einem Lande zum andern ausserordentliche Unterschiede aufweisen.

91 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: In Melanesien und in gewissen traditionellen countries Afrikas und Amerikas nimmt jedoch der Tausch Formen an, die von denen in unseren Gesellschaften bekannten stark abweichen as discussed by the authors.
Abstract: Alain Testart : Tauschhandel, handelsloser Tausch. ; ; Einigen Arbeiten zufolge, schlagt der Artikel zunachst ein klares Abgrenzungskriterium vor zur Differenzierung der einfache Gabe vom Tausch. Wir behaupten anschliessend, dass die Anthropologie allgemein Phanomene, die der Kategorie des Tauschs angehoren, als « Gabe » aufgefasst hat. In Melanesien und in gewissen traditionellen Gesellschaften Afrikas und Amerikas nimmt jedoch der Tausch Formen an, die von denen in unseren Gesellschaften bekannten stark abweichen. Das bezeichnen wir mit dem Begriff des « handelslosen Tauschs ».

82 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: In this article, Bacque et al. describe a Prufung eines spezifischen Gebiets, the rote Vorstadt of Saint-Denis and Aubervilliers, where Desaffiliation is gestattet, besser als the Auswirkung der Prakarisierung der Arbeitnehmergesellschaft zu untersuchen.
Abstract: Marie-Helene Bacque, Yves Sintomer : Affiliationen und Desaffiliationen in den Vorstadten. Uberlegungen zu den Beispielen von Saint-Denis und Aubervilliers. ; ; Der von Robert Castel hervorgehobene Begriff der Desaffiliation unterliegt hier der Prufung eines spezifischen Gebiets, die fruhere « rote Vorstadt ». Die Idee der Desaffiliation gestattet, besser als die der Ausgrenzung oder der Relegierung, die Auswirkung der Prakarisierung der Arbeitnehmergesellschaft zu untersuchen. Aufgrund seiner Durkheimischen Herkunft berucksichtigt jedoch dieser Begriff nicht genugend den Widerspruch, auf den die Sozialintegration dauerhaft stosst und erlautert ungenugend die Gegenaffiliationen, die in den unteren Volksschichten bedeutend sind. Der Begriff der Anomie, der logischerweise mit dem der Desaffiliation in Verbindung steht, erklart schlecht die harten Normkonflikte, die sich in dem « ungesitteten » Verhalten ausdrucken. Heutzutage verstarkt die politische und identitare Desaffiliation aus der Arbeiterstadt die Auswirkungen der Desaffiliation aus der Arbeitnehmergesellschaft. Der Wiederaffiliationsprozess, dem einerseits die Mittelschichten der Arbeitnehmer unterliegen, besonders durch das partizipative Verhalten, andererseits eine jugendliche Unterkultur, die sich mit dem Rap identifiziert, sind heterogen und unvollendet, und weisen fur die Zukunft keine klare Linie auf.

50 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: In this paper, Dubet, Antoine Veretout et al. analyzes the Rationalitat des Aktors (RMI) and verlassen werden zugunsten einer verhaltnismassigen rationalitat, die die "guten Grunde" berucksichtigt, wie sie aus den Gesprachen von 128 RMIempfangern hervorgehen.
Abstract: Francois Dubet, Antoine Veretout : Eine « Reduktion » der Rationalitat des Aktors. Warum aus dem RMI aussteigen ? ; ; Das Modell von Inaktivitatsfallen stutzt sich auf dem Postulat einer strengen Rationalitat, der entsprechend die Empfanger des RMI (Revenu minimum d'insertion : Mindesteinkommen fur Personen ohne anderer Einkommen) entscheiden, nicht zu arbeiten, da die Einkommenserwartungen aus dem Arbeitsverhaltnis zu gering sind im Vergleich zu den sozialen Einkunften. Es behauptet ausserdem, dass die soziale Qualifizierung der Personen, gemessen an der Zugehorigkeitsdauer in diesem System der andere bestimmende Faktor von das Ausbleiben von Arbeitsverhaltnissen ist. Die Untersuchung von 20 000 Akten von RMI empfangern zeigt, dass dieses Modell nur eine ungenugende Erklarung abgibt, besonders was die Entmutigungsrolle der Sozialhilfe angeht. Die Analyse zeigt ausserdem, dass man nicht nur im Sinne von Arbeitsverhaltnissen sprechen kann, sondern dass man auch die Art selbst der angebotenen Arbeit berucksichtigen muss. Das Modell der strengen Rationalitat sollte also verlassen werden zugunsten einer verhaltnismassigen Rationalitat, die die « guten Grunde » berucksichtigt, wie sie aus den Gesprachen von 128 RMIempfangern hervorgehen. Diese « guten Grunde » sind jedoch so verschiedenartig und manchmal so widerspruchlich, dass man mit gutem Grund die Frage nach der Gultigkeit eines Modells stellen kann, das die Verhaltensweisen mehr interpretiert als erklart.

46 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: Duru-Bellat, Kieffer, and Marry as mentioned in this paper describe the dynamik der Schullaufbahn der Madchen and the Befragung des Doppelhindernisses.
Abstract: Marie Duru-Bellat, Annick Kieffer, Catherine Marry : Die Dynamik der Schullaufbahn der Madchen : die Befragung des Doppelhindernisses. ; ; Dieser Aufsatz zeichnet die Entwicklung der geschlechtlichen und sozialen Unterschiede in der Schule seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf, im Lichte des schulischen und wirtschaftlichen Felds. Er stutzt sich auf die Daten der Untersuchungen Formation-Qualification Professionnelle des statistischen Amts INSEE. Die Geschichte der Schullaufbahnen der Jungen und Madchen ist die der Aufholung durch die Madchen, und schliesslich der Umkehr zu ihren Gunsten der Ungleichheiten zum Eintritt in die verschiedenen Stufen des ersten und zweiten Zyklus des hoheren Schulwesens, unter der relativen Berucksichtigung der geschlechtlichen Segregierung in Studiengebieten und Studienwegen. Die Umkehrung der geschlechtlichen Ungleichheiten steht dem weniger spurbaren Ruckgang der sozialen Ungleichheiten gegenuber, die ihrerseits uber den gesamten Zeitabschnitt wesentlich grosser sind. Die Hierarchie der sozialen Ungleichheiten ist wenig davon beruhrt und bleibt etwa die gleiche fur die beiden Geschlechte, wobei die Kinder von leitenden Angestellten sich wesentlich hervorheben. In den unteren Volksschichten haben die Madchen die Jungen spater eingeholt, sie liegen heute ihnen jedoch klar voraus. Die Madchen aus Landwirtschafts- und Kleinbetrieben sind die am meisten begunstigten dieser Bewegung. Die These von Doppelhindernis des Geschlechts und der Klasse, die in zahlreichen Arbeiten verteidigt wird, kann also nur fur die altesten Kohorten bestatigt werden.

40 citations


MonographDOI

34 citations


Journal ArticleDOI
TL;DR: In this paper, the authors examined whether a long-term trend can be identified in the mobility regime of French society from the middle of the century, and concluded that the thesis of temporal invariance in the intergenera- tional mobility regime cannot be maintained for France, but that the reasons of this change still remain to be ascertained.
Abstract: The aim of this paper is to examine whether a long-term trend can be identified in the mobility regime of French society from the middle of the century. It begins with a review of the international literature on temporal trends in social fluidity within modern societies. Analysing recent French research which has concluded that inequality of opportunity has remained unchanged in France during the last two decades, the paper argues that such a conclusion can only have resulted from the use of insufficiently powerful statistical techniques. The second part of the paper analyses father-son and father-daughter mobility tables drawn from national representative surveys carried out in 1953, 1970, 1977, 1985 and 1993 (N=35,741 for males and 18,484 for females). The use of log-linear and log-multiplicative models reveals that the statistical association (as measured with the logarithm of the odds ratio) between social origin and destination has declined steadily by 0.5 % a year over a period of forty years. This finding highlights a slow but continuous trend towards a reduction in inequality of opportunity from the middle of the century. Of the twelve million French men and women between the ages of 35 and 59 who were in employment in 1993, nearly half a million would have belonged to different classes without this forty year increase in social fluidity. The paper concludes that the thesis of temporal invariance in the intergenera- tional mobility regime cannot be maintained for France, but that the reasons of this change still remain to be ascertained.

Journal ArticleDOI
TL;DR: In this paper, Masson untersucht the hauptsachlich gultigen and heute vergessenen Elemente des intellektuellen, sozialen, and institutionellen Umfelds in denen Les Heritiers entstanden ist.
Abstract: Philippe Masson : Die Herstellung von "Les Heritiers". ; ; "Les Heritiers" von Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron sind zum « Klassiker » der franzosischen Erziehungssoziologie geworden. Dieser Aufsatz untersucht die hauptsachlich gultigen und heute vergessenen Elemente des intellektuellen, sozialen und institutionellen Umfelds in denen dieses Werk entstanden ist. Er weist ihm einen Platz an in der am Anfang der sechziger Jahre wiederauflebenden Erziehungssoziologie auf, in der eine grosse Zahl der Arbeiten sich mit der Demokratisierung des Unterrichtswesens beschaftigten. Es wird klar, dass das Werk sich von fruheren Studien zum Schulwesen unterscheidet, besonders der von Alain Girard, und zwar in mehreren Punkten. Der Aufsatz untersucht schliesslich die Datensammlungs- und Behandlungsweisen die von den Autoren der "Heritiers" angewandt wurden. Wenn auch die Sammlungsart der Daten sehr « handwerklich » erscheint, so fuhrt die Behandlungsweise eine gewisse Innovation in Vergleich zu fruheren Forschungen ein. Anhand der Untersuchung dieses besonderen Falls, fuhrt der Artikel bestimmte Grundzuge der Geschichte der franzosischen Soziologie in den sechziger Jahren auf.

Journal ArticleDOI
TL;DR: In this article, Fassin et al. analyse the effect of Gerechtigkeitsprinzipien und Bewertungspraxis bei der Zuteilung von Nothilfen, bei denen die Entscheidungsagenten den Begrundungen zum Leidens-and Notwendigkeitgrad des Antragstellers konfrontiert werden.
Abstract: Didier Fassin : Ordentliche Wohlfahrt. Gerechtigkeitsprinzipien und Bewertungspraxis bei der Zuteilung von Nothilfen. Die Einfuhrung in Januar 1998 des Fonds d'urgence sociale (Nothilfefonds) als Antwort auf die beliebte Bewegung der « Arbeits- und Sicherheitslosen » hatte zur Folge, dass eine Milliarde Francs von verschiedenen staatlichen Aussenstellen verteilt wurden. Entsprechend den Regierungsanweisungen stutzte sich die Verfahrensweise in dem Departement Seine-Saint-Denis auf eine Art Verwaltungskasuistik bei der jede Akte von einer Zuteilungskommission auf der Grundlage von Budget, Fakten und Berechtigungserklarungen des Antragstellers behandelt wurde. Somit konnen die Entscheidungen zur Zulassigkeit des Antrags und zur Hohe der Zuteilung als pathetische Auswahlvorgange betrachtet werden, bei denen die Entscheidungsagenten den Begrundungen zum Leidens- und Notwendigkeitsgrad des Antragstellers konfrontiert werden. Ausgehend von Gesprachen mit den betroffenen Aktoren und einer Auswahl von drei hundert Akten, mochte der Aufsatz die Gerechtigkeitsprinzipien und Bewertungspraxis untersuchen, die bei dieser Entscheidungsfindung vorliegt. Wenn auch die Zulassigkeit hauptsachlich durch eine Berechnung des « Restwertes zum Leben » entschieden wird, unter Berucksichtigung eines Schwellenwerts, so konnen doch hierbei zahlreichende Ausnahmen festgestellt werden. Zwar wird der zugeteilte Betrag aufgrund eines sehr groben Rechenschemas festgelegt, es wird jedoch ausserdem der Wunsch berucksichtigt, dem Begunstigten eine Mitteilung zuzustellen. So wurden hier zwei Elemente deutlich, die die zeitgenossische Mitleidspolitik strukturieren : die Anerkennung des Verdienstes und die Sympathie zum Ungluck einerseits, die Auswirkung der Willkur und das Gewicht der Zufalligkeit, andererseits.

Journal ArticleDOI
TL;DR: In this paper, Steiner analyzes Uberlegungen zur Spende im medizinischen Bereich anzustellen, der Aufsatz fuhrt zunachst die Titmusschen Kernthesen an und die Reaktionen der Wirtschaftswissenschaftler gegenuber dem Uberlegenheitsanspruch eines Systems, das sich auf die Spende und Altruismus stutzt, verglichen mit einem System beruhend
Abstract: Philippe Steiner : Blut- und Organspenden : der Markt und die « fiktiven » Waren. Die von Richard M. Titmuss der Blutspende gewidmete Untersuchung ist doch heute noch eine Referenzarbeit, wenn es darum geht Uberlegungen zur Spende im medizinischen Bereich anzustellen. Der Aufsatz fuhrt zunachst die Titmusschen Kernthesen an und die Reaktionen der Wirtschaftswissenschaftler gegenuber dem Uberlegenheitsanspruch eines Systems, das sich auf die Spende und Altruismus stutzt, verglichen mit einem System beruhend auf dem Markt und der Interessenhandlung. Der Aufsatz zeigt weiterhin, dass der Gegensatz Spende/Markt reduzierend wirkt, insofern als er das industrielle Ausmass beiseite lasst, das im Falle der medizinischen Spende ausschlaggebend ist. Schliesslich zeigt der Artikel, ausgehend von Informationen uber Organspenden, die soziale Konstruktion auf, ohne die, wie Titmuss es verstanden hatte, die moderne Spende nicht moglich ist.

Journal ArticleDOI
TL;DR: Patrick Peretti-Watel et al. as mentioned in this paper have verhelfen and untersucht dabei die Mangel, denen eine epidemiologische analyse des Drogenverbrauchs ausgesetzt ist.
Abstract: Patrick Peretti-Watel : Wie wird man Cannabis-Raucher ? Eine quantitative Perspektive. ; ; Die von Howard S. Becker der « Laufbahn » der Marihuana-Raucher gewidmete Untersuchung ist fur die nachfolgenden ethnographischen Studien ein Referenzwerk geworden, hat jedoch kaum zu den von den Epidemiologisten durchgefuhrten statistischen Arbeiten beigetragen. Dieser Artikel mochte zunachst zum besseren Verstandnis dieses offensichtlichen Widerspruchs verhelfen und untersucht dabei die Mangel, denen eine epidemiologische Analyse des Drogenverbrauchs ausgesetzt ist. Im weiteren Verlauf erlaubt die erneute Prufung der vorhandenen Daten, die von Becker entwickelten Thesen mit einer Reihe von Hypothesen zu verbinden, die zu einer statistischen Bestatigung dienen konnen. Diese Bestatigung geschieht schliesslich durch eine vom Schulmilieu selbst durchgefuhrte Untersuchung, im Jahre 1999 bei 12 113 Jugendlichen in Frankreich. Die erhaltenen Ergebnisse bestatigen die Richtigkeit einer sequentiellen Betrachtung des Cannabisgebrauchs. Einerseits und entsprechend den berucksichtigten Verbrauchsniveaus variieren die Begleitfaktoren des Cannabisverbrauchs (besonders die Beschaffungsorte und der Verbrauch unter Gleichgestellten). Andererseits finden die von Becker angefuhrten Neutralisationstechniken ein uberzeugendes Echo in der von den Befragten erklarten Meinung. Ganz allgemein illustriert der Aufsatz die mogliche Erganzungsfahigkeit zwischen den statistischen und ethnographischen Methoden.

Journal ArticleDOI
TL;DR: In this article, the authors present more than 1.900 articles from various experts covering all the vocabulary of sociology from the basic concepts to the most technical terms, including the most important technical terms.
Abstract: 900 articles from various experts covering all the vocabulary of sociology from the basic concepts to the most technical terms.

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TL;DR: Mouhanna as mentioned in this paper stutzt sich auf eine empirische Untersuchung durch mehr als 400 Gesprache, sowie eine Analyse im Rahmen der Stromung der strategischen Analyse, and zeigt, wie der Gendarm sich von den formellen Lasten zu befreien wusste, die seine Organisation durchlaufen, um im Verlauf der Zeit with den Mitburgern ein Verhaltnis aufzubauen,
Abstract: Christian Mouhanna : Den Gendarm spielen : von der informellen Flexibilitat zur burokratischen Starre. ; ; Dieser Aufsatz stutzt sich auf eine empirische Untersuchung durch mehr als 400 Gesprache, sowie eine Analyse im Rahmen der Stromung der strategischen Analyse, und zeigt, wie der Gendarm sich von den formellen Lasten zu befreien wusste, die seine Organisation durchlaufen, um im Verlauf der Zeit mit den Mitburgern ein Verhaltnis aufzubauen, das sich weniger auf Strenge und Autoritarismus stutzt, sondern auf eine gewisse Grossmutigkeit und eine grosszugigere Anwendung der Gesetzte. Diese Funktionsweise fuhrt jedoch zu Spannungen zwischen einerseits eine stark empfundene professionelle Identitat, gestutzt auf diese Interaktionen, und andererseits eine sehr formalistische Organisation. Heute haben die Entwicklung der Verhaltensweisen, die die Institution erschutternden internen Krisen und die Reaktion der Fuhrungsspitze den Arbeitsrahmen des Gendarms tiefgehend verandert und zu einem burokratischen Ruckzug gefuhrt, sowie zu einer Bevorzugung der internen logischen Anpassung an inzwischen schwieriger gewordenen Mitburgern.

Journal ArticleDOI
TL;DR: In this article, Caradec et al. present a doppelauswahl (Rentner in ihren sechziger Jahren, die zusammenleben, Witwen und Witwer, meist in Ihren Sechzigern) zum Gebrauch von unterschiedlichen technischen Geraten gestatten zunachst vier Verbrauchslogiken, die den Diskurs der Befragten bestimmen: die Nutzlichkeit, die Identifizierungsm
Abstract: Vincent Caradec : « Altere Leute » und « Technologieobjekte » : eine Perspektive aus der Sicht der Verwendung. Anstelle einer Untersuchung zur Unterausrustung der « Alteren Leuten » von Technologieobjekten und einer Erklarung im Sinne von « Widerstand gegen Veranderungen » stellt der Aufsatz die Hypothese der Rationalitat des Gebrauchsverhaltens von alteren Bevolkerungsschichten auf. Halbdirektive Gesprache mit einer Doppelauswahl (Rentner in ihren sechziger Jahren, die zusammenleben, Witwen und Witwer, meist in ihren Sechzigern) zum Gebrauch von unterschiedlichen technischen Geraten gestatten zunachst vier « Verbrauchslogiken » festzulegen, die den Diskurs der Befragten bestimmen : die Nutzlichkeit, die Identifizierungsmoglichkeit, die Vermittlung, der Nutzwert. Diese vier Verbrauchslogiken werden anschliessend als Analysenschlussel verwendet zur Erklarung des Gebrauchsentwicklung beim Alterwerden. Dieses Alterwerden resultiert aus einem doppelten Prozess : einerseits aus aufeinanderfolgenden Stellungen im Lebenslauf (der Beginn der Rentnerschaft ; die Witwenschaft), andererseits aus der eigentlichen Wirkung des Altwerdens (physische Anderungen, Todesbewusstsein, das Ausschalten). Schliesslich wird eine Klassifizierung von technischen Geraten gestutzt auf diese Gebrauchsverhalten skizziert.


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TL;DR: In this paper, the conditions under which a marginalized, stigmatized population of the French city of Lyon took the step of collective action, occupying a church for more than a week to protest against police repression.
Abstract: This article examines the conditions under which, in June 1975, a marginalized, stigmatized population -the prostitutes of the French city of Lyon- took the step of collective action, occupying a church for more than a week to protest against police repression. It highlights the difficulties these politically inexperienced women encountered in mobilizing, namely preventing defections and choosing an appropriate mode of action; difficulties they were able to surmount thanks to resources provided by outside supporters endowed with practical knowledge in matters of collective action (activists in a group with close ties to the broad movement known as catholicisme social () and feminists). Despite this assistance, however, the prostitutes' mobilization quickly declined and soon expired, in part because of the leaders' defection.


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TL;DR: In this article, Lagrange et al. present an analysis of the relationship between Delinquenz and soziookonomischen Konjunktur in Grossbritannien.
Abstract: Hugues Lagrange : Verbrechen und soziookonomische Konjunktur. Die Uberlegung zum Verhaltnis zwischen der zeitlichen Entwicklung der Kriminalitat und der des soziookonomischen Umfelds ist in Frankreich sehr durftig. In Grossbritannien weisen kurzlichen Arbeiten daraufhin, dass der Wirtschaftszyklus sowohl die Schwankungen der Verbrechen gegen Besitztum als auch gegen Personen beeinflussen. Wenn vor 1970 in den Vereinigten Staaten selten eine direkte Verbindung aufgezeigt wird zwischen der Verbrechensquote und der Arbeitslosenquote, so kann man doch eine direkte Verbindung dazwischen in Untersuchungen nach 1970 feststellen. Die Analyse der zeitlichen Entwicklung der Arbeitslosenzahl, Preisen und Einkommen, von mannlichen Eheschliessungen und Schulbesuch, schlagt eine Langzeitinterpretation von Delinquenz und Verbrechen vor. Hierbei wird der Grundgedanke hervorgehoben, dass die haufiger werdenden Anlasse, von denen die Entwicklung der Konsumierpreise und des Einkommens zeugen, eine grossere Rolle spielen wahrend eine Periode starkeren Wachstums, und mehr zu Diebstahlen als zu Gewalttaten fuhren. Gleichzeitig wird klar, dass die Arbeitslosigkeit von diplomlosen Jugendlichen einen Faktor darstellt, der sowohl Diebstahle als auch Gewaltverbrechen begunstigte. Diese Erscheinung wird teilweise verdunkelt in Perioden, in denen der verlangerte Schulbesuch besonders stark spielte im Verlauf der letzten zehn Jahre des XX. Jahrhunderts. Schliesslich konnte auch der Ruckgang des Zusammenlebens und daruber hinaus die Spannung zwischen den Geschlechtern die Delinquenz begunstigt haben seit Beginn der achtziger Jahre. Periode starkeren Wachstums, und mehr zu Diebstahlen als zu Gewalttaten fuhren. Gleichzeitig wird klar, dass die Arbeitslosigkeit von diplomlosen Jugendlichen einen Faktor darstellt, der sowohl Diebstahle als auch Gewaltverbrechen begunstigte. Diese Erscheinung wird teilweise verdunkelt in Perioden, in denen der verlangerte Schulbesuch besonders stark spielte im Verlauf der letzten zehn Jahre des XX. Jahrhunderts. Schliesslich konnte auch der Ruckgang des Zusammenlebens und daruber hinaus die Spannung zwischen den Geschlechtern die Delinquenz begunstigt haben seit Beginn der achtziger Jahre.

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TL;DR: In this article, Dominique Eustache discusses the role of Berufssparte auszuloschen in the Lohnpolitik eines Unternehmen, ausgehend von einer Reihe von Beobachtungen, die in Grossunternehmens gemacht wurden, and bei denen untersucht wurde, wie der Arbeitstausch zwischen dem Unternachmen and seinen Angestellten Veranderungen unterliegt beim
Abstract: Dominique Eustache : Arbeitslohnpolitik, Regulierung und sozialer Austausch. Worin besteht die Lohnpolitik eines Unternehmens ? Wozu dient sie ? mehr als ein einfaches Mittel, das von der Unternehmensleitung benutzt wird, um Personal anzuwerben und einzusetzen, handelt es sich dabei um die Regulierung eines Austauschs zwischen Unternehmen und Angestellten. Diese Regulierung ist der Vorgang durch den, das Unternehmen den Tauschinhalt definiert und weiterentwickelt. Die Lohnpolitik wird in einem kollektiven Lernprozess erarbeitet, bei dem die Lohnregeln durch die Aktoren erfunden werden und die damit ihre Legitimitat erzielen. Dies mochte dieser Aufsatz aufzeigen, ausgehend von einer Reihe von Beobachtungen, die in Grossunternehmen gemacht wurden, und bei denen untersucht wurde, wie der Arbeitstausch zwischen dem Unternehmen und seinen Angestellten Veranderungen unterliegt beim Ubergang von einer auf die Qualifikation begrundeten Lohnpolitik auf eine sich auf die Kompetenz stutzende Gehaltsstrategie. Hierdurch entstehen Veranderungen in den Rollen der individuellen und kollektiven Aktoren und im gegenseitigen Gewicht dieser Aktoren innerhalb des Regulierungsvorgangs. Ohne die Rolle der Berufssparte auszuloschen, tragen diese neuen Lohnpolitiken zu grosseren Autonomie der Unternehmen bei.

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TL;DR: Lamanthe as discussed by the authors analyzes the Verbreitungsprozesses von neuen Produktionsmodellen durch die dominierenden Aktoren, besonders vermittels der offentlichen Politik in Bezug auf die Unternehmen, gestattet nachzuweisen, was dieser Verlauf den vorherrschenden Grosstendenzen verdankt, im Vergleich zu denen diese Organisationsart oft eine
Abstract: Annie Lamanthe : Kleinbetriebe im Kampf der Rationalisierung. Der Fall der Fruchte und Gemuseverwertung in der Provence, zwischen den sechziger Jahren und den neunziger Jahren. ; ; Der Aufsatz beschreibt den « Verlauf » der Kleinbetriebe in der Provence, die Fruchte und Gemuse verwerten vom Ende des 2. Weltkriegs bis zur Mitte der neunziger Jahre. Die offensichtlich paradoxe Entwicklung ladt zur Infragestellung der meist verbreiteten Schemata ein, die zur Grundlage haben, dass flexible Produktions- und Organisationsarten auf sinnbildliche starre Formen der Wachstumsperiode nach dem Krieg folgen. Die Untersuchung des Verbreitungsprozesses von neuen Produktionsmodellen durch die dominierenden Aktoren, besonders vermittels der offentlichen Politik in Bezug auf die Unternehmen, gestattet nachzuweisen, was dieser Verlauf den vorherrschenden Grosstendenzen verdankt, im Vergleich zu denen diese Organisationsart oft eine Randbedeutung annimmt. Die Analyse ist Gelegenheit zur erneuten Betrachtung von bestimmten Darstellungen der Produktionsorganisation in den Trente Glorieuses (goldenen dreissiger Jahren 1945-1975).




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TL;DR: Merle as mentioned in this paper analyzes the Rechtsfrage in der Praxis der Aktoren der schulischen Einrichtung eingebracht wird.
Abstract: Pierre Merle : Die Rechte der Schuler. Formelles und tagliches Schulrecht der Schuler in Erziehungseinrichtungen. ; ; Ausgehend von mit Schulern durchgefuhrten Gesprachen und einer Untersuchung der gesetzlichen Regelungen zum Recht der Schuler, mochte dieser Aufsatz klarstellen, wie die Rechtsfrage in die Praxis der Aktoren der schulischen Einrichtung eingebracht wird. Allgemein bleiben die Schulrechte recht formell und sind relativ wenig spurbar in der subjektiven Erfahrung der Schuler. Die Schulvorschriften beschreiben in allgemein diese Rechte sehr begrenzt und die Strafregelung wird von den Schulern oft als willkurlich empfunden. Eine Hauptfrage gilt der Art, wie die schulische Ordnung sich aufbaut. Der Autor sucht festzulegen, wieweit die tatsachlichen Rechte der Schuler, die ihr tagliches Schulleben strukturieren, auf Gesetzestexten fussen, auf Machtverhaltnissen (bestimmt durch Grossjahrigkeit, Sozialstatus oder Diplom) oder auf zwischenpersonlichen Vereinbarungen Lehrer/Schuler.

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TL;DR: In this article, the authors propose an approche comparative et longitudinale de l'impact des mouvements sociaux sur les politiques publiques.
Abstract: Apres un regard rapide sur l'etat actuel de la recherche sur les consequences des mouvements ecologistes, antinucleaires et pacifistes en nous centrant sur les travaux qui s'interessent aux effets de la mobilisation sur les politiques publiques et mettant en evidence certaines variables explicatives majeures, nous donnons un apercu des mobilisations sur ces themes aux Etats-Unis, en Italie et en Suisse. Pour conclure, nous proposons une approche comparative et longitudinale de l'impact des mouvements sociaux sur les politiques publiques. Selon cette approche, cet impact peut difficilement etre autonome, mais decoule de l'articulation de la contestation et de trois autres facteurs : la structure des opportunites poli- tiques (notamment les alliances politiques), la position de l'opinion publique par rapport aux enjeux souleves par ces mouvements et la proeminence de ces enjeux. Nous confrontons arguments theoriques et donnees empiriques concernant ces mobilisations dans les trois pays de 1975 " 1995. Notre analyse montre comment ces trois facteurs interviennent de maniere decisive, mais differenciee selon les mouvements, pour modifier la relation entre contestation et politiques publiques.